15. Friedensfestival
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Inhalt Was haben wir mit dem Geld gemacht Freiheit stirbt mit Sicherheit |
Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, dann wird das 15. Friedensfestival wohl auch das letzte sein. Sicher, dass es ungewiss ist, ob es noch ein Fest gibt, hört ihr von uns seit Jahren am Sonntag Abend von der Bühne. Doch jetzt scheint es wirklich soweit zu sein. Nicht nur, dass es uns im vergangenen Jahr erstmals seit zehn Jahren nicht gelang, einen Gewinn zu erwirtschaften. Mangels Nachwuchs fällt es uns immer schwerer, den Weggang von langjährigen Mitstreitern aufzufangen.
Es ist schon verrückt. Da erreicht unser Bürgermeisterkandidat mehr als sieben Prozent der abgegebenen Stimmen und gleichzeitig hatten wir im Vorfeld des Festes noch nie so wenige Helfer. Dabei war es eigentlich schon in den vergangenen Jahren ein kleines Wunder, dass es uns gelang, dieses Festival personell und finanziell auf die Reihe zu bekommen. Viele von Euch wissen vermutlich immer noch nicht, dass hinter dem FriedensPlenum kein großer Sponsor steht und wir auch seitens der Stadt keine Unterstützung bekommen. Unsere einzige größere Einnahmequelle ist tatsächlich der Verkauf von Essen und Getränken - und das bei Preisen, bei denen sich nicht einmal der Weg zum nächsten Kiosk lohnt. Dass es uns trotzdem immer wieder gelang, mit dem Fest einen stattlichen Betrag für die Flüchtlingsarbeit zu erwirtschaften, war nur möglich, weil alle Helfer auf dem Platz ohne Kohle schuften und am Ende auch noch ihre (alkoholischen) Getränke aus eigener Tasche bezahlen.
Mehr als eine Party
Nun wird sich manch einer fragen, warum machen die sich diesen Stress bloß? Die Antwort ist einfach: Wir wollen nicht nur eine tolle Party veranstalten (das liesse sich sicherlich einfacher und gewinnbringender machen), sondern Euch auch zum Nachdenken über politische Themen anregen. Mag sein, dass wir damit nur fünf bis zehn Prozent von Euch erreichen, doch das ist immer noch besser, als den Kopf in den Sand zu stecken.
Bitte an Euch
Unsere Bitte an Euch ist daher in diesem Jahr auch eindeutig: Jeder, der möchte, dass es auch 2006 ein Friedensfestival in Iserlohn gibt, sollte bereit sein, sich einzubringen. Ohne neue Leute geht es nicht! Davon ab: Feiert eine friedliche Party, seid tolerant gegenüber Musik und Meinungen, die Ihr nicht mögt, seid geduldig, wenn die Leute hinter dem Bierstand wieder einmal völlig im Stress sind, und schleppt bitte keinen Müll (in Form von Dosen) auf den Platz. Denn müssen wir am Montag (inkl. Eurer Zigarettenkippen) auf Knien robbend aufsammeln - es sei denn, Ihr helft uns auch in diesem Jahr wieder beim Aufräumen. Wenn 6500 Leute mit anpacken haben unsere 100 Helfer dann vielleicht auch Zeit, nach Mitternacht etwas zu feiern.
FriedensPlenum