Eine neue Tradition begründet
Die Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung in Ost und West Iserlohn lud 1991 zu einer überparteilichen Plattform ein, um Aktionen gegen den Krieg im Irak zu entwickeln. Daraus entstand das FriedensPlenum. Schnell wurde auch viel Material und Kleidung für die in die Berge getriebenen Kurden gesammelt und sortiert. Dann wurde die Idee des Friedensfestivals entwickelt und umgesetzt. Schon von Anfang an mit dem Anspruch, eine Tradition zu begründen, was uns auch gelungen ist.
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| Weihnachtsbescherung bei den Flüchtlingskindern. |
Kontakt zu Flüchtlingen und Migranten
Aus dem Kontakt zu den in Iserlohn lebenden Flüchtlingen ergab sich eine intensive Unterstützungsarbeit. Die unzumutbaren Lebensverhältnisse in den Sammelunterkünften wurden angeprangert. Der Alltag von in Iserlohn lebenden Flüchtlingen wurde durch Kontakte und Unterstützungsleistungen verbessert. Die Versorgung mit Privatwohnungen konnten nach langem zähen Ringen darum durchgesetzt werden. Mit einigen Flüchtlingen und Migranten(gruppen) wurde eine gute Zusammenarbeit erreicht und einige sind längst MitarbeiterInnen und FreundInnen geworden. Andere wurden trotz unserer Bemühungen in eine ungewisse Zukunft abgeschoben.
Basisdemokratie
Das Friedens-Plenum kommt bis heute ohne Hierarchie aus. Entscheidungen werden nach dem Konsensprinzip getroffen. Im Zweifelsfall wird also solange nach einem Kompromiss gesucht, bis alle Anwesenden ihn mittragen können. Was sich zunächst vielleicht mühselig anhört, ist die Basis dafür, dass im Plenum seit zwanzig Jahren Menschen unterschiedlichen Glaubens und politischer Weltanschauung sehr konstruktiv miteinander arbeiten. Die im Plenum praktizierte Basisdemokratie bedeutet jedoch nicht nur mehr Freiheit, sondern setzt vor allem Selbstdisziplin und Engagement voraus. Da die Verantwortung nicht auf andere abgeschoben werden kann, muss der Ideengeber bereit sein, im Zweifelsfall selbst aktiv zu werden. Je mehr Leute dazu Lust haben, desto mehr lässt sich politisch und kulturell in dieser Stadt gestalten.
Was machen wir zur Zeit?
Wir machen deutlich mehr als das Friedensfestival vorzubereiten, auch wenn das schon eine Menge Arbeit mit sich bringt.
Wir haben zwei Infostände gegen den Afghanistankrieg durchgeführt und mit einer kleinen Gruppe an der Demonstration in Berlin teilgenommen.
- Mit zwei gut besuchten Anti-Atom-Ständen in der Fußgängerzone machten wir auf die Endlagerproblematik aufmerksam und warben für den Ausbau erneuerbarer Energien und nahmen natürlich auch an der Anti-Atom-Demo in Berlin teil.
- Wir waren aktiver Teil des „Bündnisses gegen Rechts“ und haben dazu beigetragen, rassistischen Tendenzen in dieser Stadt entgegen zu wirken.
- Schon Tradition ist die Weihnachtsbescherung für die Flüchtlingskinder in Iserlohn, die uns teilweise schon freudig erwarten.
- Und als „Marodierende Friedenstauben“ sind wir auch wieder fußballerisch unterwegs. Dieses Jahr soll der Plenumscup wieder statt finden.
Wer in der Politik oder auf dem Fest mehr als nur Zuschauer sein möchte, ist eingeladen, bei uns mitzuarbeiten. Das FriedensPlenum trifft sich dienstags um 20.00 Uhr im Jugendzentrum, Karnacksweg 44.
FriedensPlenum