Pressespiegel 1998

Westfälische Rundschau, 15.12.1998

Kinderaugen strahlten: Spielzeug und Süssigkeiten

Schon zwei Wochen vor dem Fest gab es für elf Kinder im Flüchtlingsheim an der Wiemer Bescherung. Sabine Patze und Sabine Greune vom FriedensPlenum halten seit Jahren Kontakt zu den Bewohnern der Unterkunft - am Sonntag verteilten sie Spielzeug und Süssigkeiten an alle Kinder. Das war der Auftakt zu einer Aktion, die in den nächsten Tagen weiterläuft. Mit 1200 Mark aus den Einnahmen des diesjährigen Friedensfestes kaufte das Plenum für 60 Kinder in Flüchtlingsunterkünften Geschenke, um sie mit einer vorgezogenen Weihnachtsfest zu erfreuen.


Westfälische Rundschau, 24.11.1998

"Die Wehrmacht - das Schwert der Nazis"

Ausstellung verlängert

Iserlohn. (WR) Die Laufzeit der Ausstellung "Die Wehrmacht das Schwert der Nazis", die derzeit im Foyer des Rathauses zu sehen ist, wird nach Angaben des veranstaltenden Friedensplenums noch bis zum kommenden Freitag mittag verlängert. Schulklassen, die an einer Führung interessiert sind, werden gebeten, sich an den Hagener Historiker Günter Sauerbier unter 02331/ 50984 zu wenden. Interessierte Lehrer können an der Information des Rathauses zudem einen 20seitigen Reader kostenlos erhalten.


Iserlohner Kreisanzeiger, 22.06.1998

Party mit Politik verknüpft

Friedensfest wieder ein Hit

Kraftakt des FriedensPlenums von Besuchern belohnt

Iserlohn. (tp) "Als ich auf den Platz kam, fühlte ich mich sofort wie zuhause." So wie dieser Besucher des 8. Friedensfestes dürften die meisten Gäste auf dem "Platz an der Bauernkirche" empfunden haben, die an diesem Wochenende mit dem FriedensPlenum umsonst und draussen feierten. Denn gänzlich wie beim Fest auf der Höhe trifft die andere Szene sich mittlerweile alljährlich wieder beim Friedensfest. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten hatten die Organisatoren ab Freitagabend das Geschehen voll im Griff. Da konnten auch Absagen von zwei Bands den fröhlichen Fest-Verlauf nicht stören. "Bad time for Bonzo" mussten krankheitsbedingt passen, "Megaherz" war die Bühne zu klein. Kein Problem für das Happening: Kurzfristig sprangen "Woods no metal" aus Hemer ein, nachdem "Krampfader" und "Durstig" zuvor dem Volk gegeben hatten, was das Volk wollte: Musik.

Detlef Paul vom Plenum kam der schleppende Auftakt auf der Bühne gar nicht ungelegen. "Die Leute kommen nicht wegen einzelner Bands, sie kommen, um hier ein Fest zu feiern. Ein Fest, das trotz aller Spass-Attitüde aber seinen politischen Character nicht verloren hat. Ausstellungen und Ansprachen zu relevanten Themen gehörten genauso zum gewohnten Bild des 8. Friedensfestes wie die übernächtigten Gesichter der Helfer, die mit ihrem Einsatz ehrenamtlich einigen tausend Besuchern eine tolle Party geschenkt hatten.


Wochenkurier, 20.06.1998

Kompromissloser Sound, politischer Folk-Rock

Das Friedensfestival startet am Freitag abned um 17.30 Uhr. Weiter geht's am Samstag und Sonntag, jeweils um 14.30 Uhr, wobei das WM-Spiel Deutschland gegen Jugoslawien live auf einer Grossleinwand gezeigt wird. Wer dabei sein möchte, sollte nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Da in der Stadt zeitgleich noch eine andere Grossveranstaltung stattfindet, dürfte es schwer werden, einen Parkplatz zu finden. Das Festivalgelände in der Altstadt befindet sich nur etwa 100 Meter vom Iserlohner Hauptbahnhof entfernt.

Da der Eintritt zum Friedensfestival wie immer kostenlos ist und sich die Veranstaltung ausschliesslich aus dem Verkauf von Essen und Getränken finanziert, werden die Besucher gebeten, keine Dosen und Flaschen mitzubringen. Die Veranstalter weisen ausdrücklich darauf hin, dass jeder, der sich nicht an die Spielregeln hält, damit rechnen muss, vom Platz verwiesen zu werden.

Für die kleinen Besucher stehen am Samstag, von 15 bis 17 Uhr, das Duo Karambolage, die Zauberer Harald und Jakob sowie der Magier Arnd Clever im Kinderland bereit.

Am Sonntag dürfen sich die jüngsten Teilnehmer von 16 bis 17 Uhr auf Wiljo, den Zauberer und das Mönnecken Theater freuen.


Iserlohner Kreisanzeiger, 20.06.1998

Alternative Eröffnung

Gestern Auftakt des 8. Friedensfestes

Iserlohn. (tp) Einen "alternativen Auftakt", so Detlef Paul vom FriedensPlenum, erlebte gestern das Friedensfest. Technische Probleme liessen die pünktliche musikalische Eröffnung der dreitägigen politischen Fete auf dem "Platz an der Bauernkirche" platzen. Den widrigen Umständen konnte Paul Positives abgewinnen. Das Friedensfest sei eine "Möglichkeit der Begegnung". Die musikfreie Zeit beweise, dass dieser Grundgedanke auch ohne Bühnenprogramm trage.

Zwei Ausstellungen begleiten das 8. Friedensfestival: Die "Bundesrepublik ohne Armee" sowie eine "Erwin Schlünder-Ausstellung", auf die Fritz Kühn diesmal unverhüllt blickt. Bewusst sucht das Plenum bewusst die Konfrontation durch die Gegenüberstellung eines Deserteurs und eines, so Paul, "Mitmachers" - ganz nach dem Festmotto: "Querdenken statt mitlaufen". Heute geht's weiter mit Musik und Politik ab 15.30 Uhr.


Iserlohner Kreisanzeiger, 19.06.1998

Friedensfest in Satzung verankert

Iserlohn. (tp) Der alljährliche politische Streit um die Frage, ob das Friedensfest stattfinden darf, hat seit Dienstag wohl ein Ende. Das Festival auf dem Fritz-Kühn-Platz ist jetzt per "Stadtgesetz" zugelassen. So beschloss der Rat die Neufassung der "Ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt Iserlohn über Ausnahmen nach dem Landes-Immissionsschutzgesetz". Wurde das Fest bislang auf der Basis von Einzelgenehmigungen gestattet, haben die Organistoren nun eine generelle Genehmigung in der Hand. Neben 14 Schützenfesten gilt damit auch das Friedensfest als Iserlohner Traditionsveranstaltung.